Ein absoluter Kracher - vom 87er Album Freight Train Heart. Die Trucker-Hymne schlechthin!
Dienstag, 7. Dezember 2010
Sonntag, 5. Dezember 2010
Lichtblick #9: Terry Brock - Diamond Blue

Man kann es manchen Leuten nicht verübeln - es gibt auf dem MelodicRock-Sektor einfach viele Werke, die generisch wirken, Herzblut vermissen lassen und wo einfach das Besondere fehlt - der Funke springt nicht über; die Melodien sind zu vorhersehbar, die Produktion zu flach und die Seele fehlt, die eine überwältigende Gänsehaut erzeugt und ein Album einzigartig macht.
Aber, und das ist die gute Nachricht für alle Freunde des Genres, es gibt sie immer wieder. Die Alben, die wie aus einem Guss daherkommen und in Sachen Qualität eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass MelodicRock nicht tot ist. Vorhang auf Terry Brock - Diamond Blue, eines der stärksten Alben des Jahres 2010 - soviel ist sicher.
Terry Brock dürfte Kennern als Frontsänger der damals erfolgreichen Band Strangeways ein Begriff sein, die heuer ein eher durchwachsenes Revival-Album hervorgebracht haben. Brock hat 2006 zusammen mit Gitarrist Mike Slamer (Streets) das wahrhaft als Meisterwerk zu bezeichnende Ausnahmealbum NOWHERE LAND hervorgebracht. Und DIAMOND BLUE schickt sich an, die großen Fußstapfen perfekt auszufüllen.
Terry Brock zeichnet sich dabei für die Vocals verantworlich, während Slamer neben Gitarren und Keyboard die gesamte Produktion zu verantworten hat. Die Zusammenarbeit mündet dabei in einem druckvollen AOR-MelodicRock Blockbuster, der derart viele grandiose Songs zu bieten hat, wie manche Bands in ihrer gesamten Karriere nicht hervorbringen können. Dabei schlagen Slamer und Brock eher die klassische Note an - zum Glück!
Diamond Blue: Ich habe schon öfters geschrieben, dass viele der Lichtblick-Alben mit einem grandiosen Opener beginnen. Platz Nr.1 für den besten Opener bis dato geht defintiv an Diamond Blue. Hier wird man nicht zaghaft an die Hand genommen - sondern mit Anlauf ins Album geworfen. Dominante Gitarreriffs, die allerdings nicht ganz hart wie auf NOWHERE LAND dazwischen schrammeln, erzeugen eben jene Vielschichtigkeit der Songs, dass sie nicht vorhersehbar sind. Der gemäßgite AOR-Fan wird kurz vor den Kopf gestoßen, weil es eben doch nicht ganz so sanft dahergeht. Der prechorus leitet daraufhin einen der groovigsten und besten Refrains des Jahres (der letzten Jahre?) ein. Nach 1:12 ist es dann soweit. Die gedoppelten Vocals gehen eine perfekte Symbiose ein und entfesseln ein Refrain-Feuerwerk, der alle MelodicRock-Fans begeistern wird - für Stunden, Wochen, Monate. So neugierig man auch auf die nächsten Songs ist - einmal ist die Repeat-Taste auf jeden Fall Pflicht.
It´s you: Hier kommen die Strophen eher generisch daher und lassen nicht vermuten, was der Refrain dieses Mal für eine Überraschung bereithält. Die druckvollen Gitarren untermauern den nächste Mitsing-Granate.
Jessi´s Gone: Ein weiterer Anwärter für den Song des Jahres 2010. Diesen Titel wird man immer und immer wieder hören wollen. Prechorus und chorus sind dabei so stark, dass sie beide den Eindruck erwecken, als hätten wir es gleich mit zwei Refrains zu tun. Ganz großes MelodickRock-Kino.
Nice Guy: Dieser Song trifft einzig nicht meinen Geschmack. Kein sich entfesselnder Refrain und zu hart. Für mein Empfinden hätte der Song nicht auf dieses Album gehört.
Rain: Kein MelodicRock - Album ohne Ballade. Tatsächlich wird es nun hier sehr melancholisch und das Tempo gewaltig gedrosselt. Parallelen zu NOWHERE LAND und auch den SEVENTH KEY sind nicht von der Hand zu weisen. Es ist diese besondere Ruhe vor der Sturm, die die Produktionen um Mike Slamer zu besonderen Meisterwerken machen. Balladen müssen nicht kitschig sein, was Rain eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Broken: Wir multiplizieren den anfänglichen Härtegrad mit 100, drosseln dann das Tempo, rühren ein perfektes Zusammenspiel zwischen in die Ewigkeit zu tönende Gitarren dazu, während Terry Brock die Zügel der Dramatik fest in seinen Händen hält. Wieder ein typischer NOWHERE LAND - Song. Der Refrain bläst dabei mit voller Wucht aus der Anlage und schreit danach, die Faust in die Luft zu strecken und laut mitzugrölen.
Face in the crowd: Seventh Key lassen grüßen. Perfektes Zusammenspiel zwischen Produktion und Vocals. Kein Partysong, aber einfach gut.
Why: Langsam fragt man sich, von welcher geheimen Quellen sich Brock, Slamer und Burkhardt (in diesem Falle) haben sich betören lassen. Diese Refrains sind schlichtweg der blanke Wahnsinn. Mir gehen die Superlative aus...
Too Young: Wieder eine perfekte Mischung aus HardRock-Anleihen und einem "typischen" (im positiven Sinne) explosiven MelodicRock-chorus. Jedes Mal wird man aufs Neue überrascht. Grandios!
Soldier Falls: Überragender, harmonieschwangeres Balladesk-Meisterwerk. Auch hier werden Seventh Key-Fans frohlocken. Diese Refrains, diese Refrains...ohne Gänsehaut geht hier keiner vom Platz.
Face in the night: Ein perfekter Abschluss eines Ausnahmealbums. Begleitet von einer Akustikgitarre wird der Hörer von gedoppelten Harmonien verwöhnt. Die klassiche Orientierung wird hier noch einmal besonders deutlich. Und wieder stellen Brock & Slamer unter Beweis, das eine Ballade wunderschön sein kann, ohne auch nur in Ansätzen schmalzig oder gar peinlich sentimental zu wirken.
FAZIT: 2010 war sicherlich schon nicht das schlechteste Jahr für MelodicRock-Fans. Aber was hier Frontiers Records auf die Fangemeinde loslässt, ist nicht nur das womöglich klar beste Album des Jahres, sondern auch ein Meisterwerk für die Ewigkeit. Seventh Key- und SLAMER - Fans müssen hier zugreifen und werden es sicher längst getan haben. Darüber hinaus spricht aber diese Produktion wohl jeden AOR-MelodicRock-Fan an. Ob man Journey vergöttert, immer noch auf Survivor schwört, beinharter FORTUNE-Verfechter ist, Treat als einzig wahre Rockgötter ansieht, Mark Free und Signal auf einem seperaten Kerzenschein-Altar plaziert hat - Terry Brock - Diamond Blue ist in jeder Hinsicht ein überragendes Album. Die Produktion ist druckvoll, die Refrains von einem anderen Stern und die Songs von derart kompackter Qualität, wie man sie ganz selten findet. Ohne wenn und aber gehört diese Scheibe in jede Sammlung. Glattpolierte Songs gibt es hier nicht - immer wieder gibt es Ecken und Kanten, an die man sich vielleicht auch mal gewöhnen muss. Und so trotz man jedem Song bei erneutem sehnsüchtigen Druck auf die Repeat-Taste neue Details ab, die die Seele streicheln und das MelodicRock-Herz beflügeln. Auch, wenn es mir schwerfällt, mich endgültig festzulegen, ist DIAMOND BLUE das beste Album der AOR/MelodicRock Szene 2010. Der blanke Wahnsinn! Kaufen!!!
Aber, und das ist die gute Nachricht für alle Freunde des Genres, es gibt sie immer wieder. Die Alben, die wie aus einem Guss daherkommen und in Sachen Qualität eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass MelodicRock nicht tot ist. Vorhang auf Terry Brock - Diamond Blue, eines der stärksten Alben des Jahres 2010 - soviel ist sicher.
Terry Brock dürfte Kennern als Frontsänger der damals erfolgreichen Band Strangeways ein Begriff sein, die heuer ein eher durchwachsenes Revival-Album hervorgebracht haben. Brock hat 2006 zusammen mit Gitarrist Mike Slamer (Streets) das wahrhaft als Meisterwerk zu bezeichnende Ausnahmealbum NOWHERE LAND hervorgebracht. Und DIAMOND BLUE schickt sich an, die großen Fußstapfen perfekt auszufüllen.
Terry Brock zeichnet sich dabei für die Vocals verantworlich, während Slamer neben Gitarren und Keyboard die gesamte Produktion zu verantworten hat. Die Zusammenarbeit mündet dabei in einem druckvollen AOR-MelodicRock Blockbuster, der derart viele grandiose Songs zu bieten hat, wie manche Bands in ihrer gesamten Karriere nicht hervorbringen können. Dabei schlagen Slamer und Brock eher die klassische Note an - zum Glück!
Diamond Blue: Ich habe schon öfters geschrieben, dass viele der Lichtblick-Alben mit einem grandiosen Opener beginnen. Platz Nr.1 für den besten Opener bis dato geht defintiv an Diamond Blue. Hier wird man nicht zaghaft an die Hand genommen - sondern mit Anlauf ins Album geworfen. Dominante Gitarreriffs, die allerdings nicht ganz hart wie auf NOWHERE LAND dazwischen schrammeln, erzeugen eben jene Vielschichtigkeit der Songs, dass sie nicht vorhersehbar sind. Der gemäßgite AOR-Fan wird kurz vor den Kopf gestoßen, weil es eben doch nicht ganz so sanft dahergeht. Der prechorus leitet daraufhin einen der groovigsten und besten Refrains des Jahres (der letzten Jahre?) ein. Nach 1:12 ist es dann soweit. Die gedoppelten Vocals gehen eine perfekte Symbiose ein und entfesseln ein Refrain-Feuerwerk, der alle MelodicRock-Fans begeistern wird - für Stunden, Wochen, Monate. So neugierig man auch auf die nächsten Songs ist - einmal ist die Repeat-Taste auf jeden Fall Pflicht.
It´s you: Hier kommen die Strophen eher generisch daher und lassen nicht vermuten, was der Refrain dieses Mal für eine Überraschung bereithält. Die druckvollen Gitarren untermauern den nächste Mitsing-Granate.
Jessi´s Gone: Ein weiterer Anwärter für den Song des Jahres 2010. Diesen Titel wird man immer und immer wieder hören wollen. Prechorus und chorus sind dabei so stark, dass sie beide den Eindruck erwecken, als hätten wir es gleich mit zwei Refrains zu tun. Ganz großes MelodickRock-Kino.
Nice Guy: Dieser Song trifft einzig nicht meinen Geschmack. Kein sich entfesselnder Refrain und zu hart. Für mein Empfinden hätte der Song nicht auf dieses Album gehört.
Rain: Kein MelodicRock - Album ohne Ballade. Tatsächlich wird es nun hier sehr melancholisch und das Tempo gewaltig gedrosselt. Parallelen zu NOWHERE LAND und auch den SEVENTH KEY sind nicht von der Hand zu weisen. Es ist diese besondere Ruhe vor der Sturm, die die Produktionen um Mike Slamer zu besonderen Meisterwerken machen. Balladen müssen nicht kitschig sein, was Rain eindrucksvoll unter Beweis stellt.
Broken: Wir multiplizieren den anfänglichen Härtegrad mit 100, drosseln dann das Tempo, rühren ein perfektes Zusammenspiel zwischen in die Ewigkeit zu tönende Gitarren dazu, während Terry Brock die Zügel der Dramatik fest in seinen Händen hält. Wieder ein typischer NOWHERE LAND - Song. Der Refrain bläst dabei mit voller Wucht aus der Anlage und schreit danach, die Faust in die Luft zu strecken und laut mitzugrölen.
Face in the crowd: Seventh Key lassen grüßen. Perfektes Zusammenspiel zwischen Produktion und Vocals. Kein Partysong, aber einfach gut.
Why: Langsam fragt man sich, von welcher geheimen Quellen sich Brock, Slamer und Burkhardt (in diesem Falle) haben sich betören lassen. Diese Refrains sind schlichtweg der blanke Wahnsinn. Mir gehen die Superlative aus...
Too Young: Wieder eine perfekte Mischung aus HardRock-Anleihen und einem "typischen" (im positiven Sinne) explosiven MelodicRock-chorus. Jedes Mal wird man aufs Neue überrascht. Grandios!
Soldier Falls: Überragender, harmonieschwangeres Balladesk-Meisterwerk. Auch hier werden Seventh Key-Fans frohlocken. Diese Refrains, diese Refrains...ohne Gänsehaut geht hier keiner vom Platz.
Face in the night: Ein perfekter Abschluss eines Ausnahmealbums. Begleitet von einer Akustikgitarre wird der Hörer von gedoppelten Harmonien verwöhnt. Die klassiche Orientierung wird hier noch einmal besonders deutlich. Und wieder stellen Brock & Slamer unter Beweis, das eine Ballade wunderschön sein kann, ohne auch nur in Ansätzen schmalzig oder gar peinlich sentimental zu wirken.
FAZIT: 2010 war sicherlich schon nicht das schlechteste Jahr für MelodicRock-Fans. Aber was hier Frontiers Records auf die Fangemeinde loslässt, ist nicht nur das womöglich klar beste Album des Jahres, sondern auch ein Meisterwerk für die Ewigkeit. Seventh Key- und SLAMER - Fans müssen hier zugreifen und werden es sicher längst getan haben. Darüber hinaus spricht aber diese Produktion wohl jeden AOR-MelodicRock-Fan an. Ob man Journey vergöttert, immer noch auf Survivor schwört, beinharter FORTUNE-Verfechter ist, Treat als einzig wahre Rockgötter ansieht, Mark Free und Signal auf einem seperaten Kerzenschein-Altar plaziert hat - Terry Brock - Diamond Blue ist in jeder Hinsicht ein überragendes Album. Die Produktion ist druckvoll, die Refrains von einem anderen Stern und die Songs von derart kompackter Qualität, wie man sie ganz selten findet. Ohne wenn und aber gehört diese Scheibe in jede Sammlung. Glattpolierte Songs gibt es hier nicht - immer wieder gibt es Ecken und Kanten, an die man sich vielleicht auch mal gewöhnen muss. Und so trotz man jedem Song bei erneutem sehnsüchtigen Druck auf die Repeat-Taste neue Details ab, die die Seele streicheln und das MelodicRock-Herz beflügeln. Auch, wenn es mir schwerfällt, mich endgültig festzulegen, ist DIAMOND BLUE das beste Album der AOR/MelodicRock Szene 2010. Der blanke Wahnsinn! Kaufen!!!
Labels:
aor,
Diamond Blue,
Melodic Rock,
Mike Slamer,
Terry Brock
Dienstag, 5. Oktober 2010
Unruly Child - Worlds collide
Die Powerstimme des AOR, Marcie (Mark) Free kehrt zurück mit der Band Unruly Child. Ob sie an die Klassse ihrer Debuttage anknüpfen können, kann vielleicht die erste Songauskopplung klären:
Das Album erscheint am 15.10.
Das Album erscheint am 15.10.
Labels:
aor,
marcie free,
unruly child,
worlds collide
Mittwoch, 28. Juli 2010
Lichtblick #8: H.e.a.t. - Freedom Rock

Die vorab veröffentlichten Titel "Beg Beg Beg" und "Shelter" ließen es vermuten: Die schwedische Melodicrock-Band H.e.a.t. liefert mit ihrem zweiten Album ein wahres Meisterwerk ab und übertrumpft sogar das grandiose Debütlalbum. Und so ist es umso bedauerlicher, dass Frontmann Kenny Leckremo die Band verlassen wird. Seine stimmliche Leistung ist mal wieder tadellos; ob balladesk oder aufs Gesicht: Kenny singt sich die Seele aus dem Leib. Auch die Produktion ist fabelhaft. Mal wieder wird in dem Album die 80er Jahre - Fahne geschwenkt und dennoch sind Gitarren und Schlagzeug wuchtig und knackig. Bevor man weiterliest: Wer EUROPE schon immer mochte und dem Melodicrock allgemein nicht abgeneigt ist, muss diese Scheibe besitzen; ohne wenn und aber.
We´re gonna make it to the end: Das Album steht mit einem traumhaften Opener. Der Song setzt sich sofort in den Gehörgängen fest. Und auch wenn die Lyrics viellicht nicht höchtes poetisches Niveau erreichen - Lust aufs Luftgitarre spielen bekommt man sofort.
Black night: Die Marschroute ist spätestens hier klar. Es geht zurück in die Vergangenheit. Dazu schnappte man sich EDGUY-Frontmann und Gründer Tobias Sammet und legt ein tolles Duett hin, das Fans wohlige Nostalgieschauer den Rücken herunterrennen lässt.
I can´t look the other way: Ein wahrer 80er-Kracher. Auch dieser Song hätte problemlos in Filmen wie Top Gun Platz gehabt. Grooviger Sound und eine tolle Klimax im letzten Drittel des Songs. Kenny singt überragend. Und dieses Schlagzeug...Wahnsinn. Der Song ist so sehr in den 80er verwurzelt - unfassbar.
Shelter: Wie eingangs erwähnt wurde dieser Song schon vorab veröffentlicht. Es geht ruhiger zu. Aber so, wie es jeder Melodicrock-Fan gerne hat, explodiert der Song in wenigen Sekunden und gipfelt in einem grandiosen (Hurra Superlativ!) Refrain mit mehrstufigen Backvocals. Klasse! Und auch hier zeigt Kenny wieder eindrucksvoll, welche Tonlagenbreite ihn auszeichnet (2:31).
Beg Beg Beg: Zeit fürs Cabrio. Ein perfekter Song für den Sommer. Eignete sich auch perfekt für den Autokorso nach den WM-Spielen. Die Lyrics überfordern sicher niemandem, dennoch ist diese Nummer ebenfalls unglaublich retro und macht deswegen besonders Spaß. H.e.a.t. pfeifen auf die derzeit vorherrschenden Musiktrends und fackeln 80er-Jahre Rock ab, bis der Reifen platzt.
Danger Road: Ebenfalls ein sehr treibender Song, der das Tempo nicht einmal ansatzweise herausnimmt. Jeder Melodicrocker frohlockt beim Mittelteil des Songs, der ebenfalls wieder alte liebgewonnene Stilelemente vergangener Zeiten zitiert. Auch hier kann man nur Superlative auspacken - es gibt auch hier keinen Ausfall. Geboten wird Melodicrock mit Gütesiegel.
Stay: Der Song dürfte H.e.a.t. Fans bekannt vorkommen, wurde er doch schon auf dem JAPAN-Release des Debutalbums veröffentlicht. Wie im Lichtblick zu H.e.a.t. ´s Debut heißt es auch hier: Macht einfach Spaß.
Everybody wants to be someone: Auf dem Debut gab es ebenfalls die zwei Killerballaden "Cry" und "Follow me" und auch Song Nummer 8 schlägt in die gleiche Kerbe, übertrifft jedoch beide Nummern problemlos. Tolles Keyboard, erneut mehrstufige Vocals und ein Refrain, der anfangs nicht ganz ausgespielt wird und dann in der Mitte des Songs wahrlich explodiert. Ganz großes Kino - wenn doch in den Charts ansatzweise eine solche Qualität vertreten wäre.
Nobody loves you (like I do): Das Niveau seiner Vorgänger kann dieser Song leider nicht halten. Er ist nicht schlecht, aber qualitativ ein kleiner Dämpfer.
I know what it takes: Eine wirklich schmalzige Nummer. Und das im positivsten Sinne, denn das Dauergrinsen wird man so schnell nicht los. Kenny schafft es perfekt, den Song zu performen, dass man ihn nicht allzu ernst nimmt und deswegen ungleich mehr Spaß hat.
Cast away: Ein Song, der ausnahmsweise mit einer Akustikgitarre beginnt, kann so schlecht ja nicht sein. Ist er auch nicht - eine schöne Mischung aus krachenden und leisen Passagen.
High on love: In einigen Reviews wird der Song gelobt - ich muss leider sagen, dass es mit Abstand H.e.a.t. ´s schlechteste Nummer ist. Schwacher Refrain ohne wahren Höhepunkt. Den lasse ich bei der Wertung einfach unberücksichtigt.
Who will stop the rain: Ein krönender Abschluss. Mal wieder eine Akustikgitarre und wuchtige Drums. Perfekter Ausklang mit tollen Hintergrundvocals und einer lobenswerten Abmischung.
Fazit: Ich habe es anfangs nicht glauben wollen, dass H.e.a.t. tatsächlich ein zweites Album hinlegen kann, das qualitativ an das Debut anschließen kann und trotzdem nicht wie eine Kopie wirkt. Aber die Befürchtungen waren völlig unbegründet. Freedom Rock ist meiner Ansicht noch stärker als das Erstlingswerk der Schweden. Man hört das Album in einem Rutsch ohne Langeweile durch, bricht regelmäßig in Begeisterungsstürme aus und spricht Dankgebete aus: Wunderbar, dass es Bands gibt, die auf gängige Trends pfeifen und kompromisslos vergangene Rockzeiten stilistisch wiederbeleben. Einzig wehmütig stimmt es mich, dass Kenny Leckremo und H.e.a.t. allem Anschein getrennte Wege gehen werden. Der Frontmann wird wohl kaum zu ersetzen sein. Seine Stimme ist derart klar und zeichnet sich durch Kraft sowie eine gewaltige Tonbandbreite aus, dass er damit die beiden Alben sehr veredelt hat. Aber schließlich ist das hier ein Lichtblick. Melodicrockfans sollten die Hoffnungen nicht aufgeben und sich bis auf weiteres ohne Zögern das Meisterwerk Freedom Rock zulegen. Am besten die LIMITED EDITION samt dem Erstling, falls man es noch nicht besitzt. H.e.a.t. haben bewiesen, dass man sie jetzt schon zu den großen Bands zählen darf und sie zurecht hoch gehandelte Geheimfavouriten neben den finnischen Brother Firetribe sind. Ich bin jetzt schon auf die MELODICROCK.com - Awards gespannt. H.e.a.t. dürfte mit Freedom Rock klarer Anwärter auf das Album des Jahres 2010 sein. Für mich hat es diese Auszeichnung jetzt schon sicher, wenngleich es weitere heiße Anwärter gibt (Shining Line, Serpentine - A touch of heaven).
Und jetzt nochmal ganz platt: Geile Scheibe, alter Schwede!
Samstag, 26. Juni 2010
Shining Line - Mega-Release 2010

Nach H.e.a.t.s fulminantem Freedom Rock, bei dem ich sofort den Eindruck hatte, das könne in Sachen Qualität nicht mehr getoppt werden, schickt sich ein neues Mega-Projekt an, den Thron "Bestes AOR-Album 2010" im Sturm zu erobern.
Allein die Liste der Mitwirkenden lässt jeden AOR-Fan mit der Zunge schnalzen:
- All songs written by Pierpaolo "Zorro11" Monti except "Under Silent Walls" written by Pierpaolo "Zorro11" Monti / Alberto "Lupo" Re and "The Meaning Of My Lonely Words" written by Ivan Varsi - Produced by Alessandro Del Vecchio for Ivory Tears Music - Drums and bass recorded @ Ivory Tears Music Studio, Golasecca (VA, Italy) - Guitars recorded @ Pacific Studio, Codogno (LO, Italy) - Vocals recorded all over the world - Mixed & mastered by Michael Voss for Kidroom Music, Münster (Germany) THE ROYAL CAST: Bob Harris (Axe, Edge Of Forever) Brian LaBlanc (Blanc Faces) Brunorock Carsten "Lizard" Schulz (Evidence One, Domain, Midnite Club) Douglas R. Docker (Biloxi, Docker's Guild) Elisa Paganelli Enrico Sarzi (Midnite Sun) Erik Martensson (Eclipse, W.E.T.) Frank Law (The Pythons) Gabriele Gozzi (Markonee) Graziano "Il Conte" De Murtas (Wine Spirit) Ivan Varsi Harry Hess (Harem Scarem) Jacopo Meille (Tygers Of Pan Tang, Mantra, Fool's Moon) Johan Bergquist (Elevener, M.ill.ion) Josh Zighetti (Hungryheart) Luke Marsilio (Lizhard) Marco Tansini (Big Sur) Marco Sivo (Planethard) Marko Pavic Matt Albarelli (Homerun) Matt Filippini (Moonstone Project) Michael Bormann (Rain, Charade, Jaded Heart, The Trophy, Redrum, Zeno) Michael Shotton (Von Groove, Airtime) Michael T. Ross (Hardline, Lita Ford, Angel) Michael Voss (Mad Max, Voices Of Rock, Casanova, Demon Drive) Mikael Erlandsson (Last Autumn's Dream, Salute) Phil Vincent (Tragik, Circular Logik) Robbie LaBlanc (Blanc Faces) Robin Beck Sue Willetts (Dante Fox) Tank Palamara (The Lovecrave, Oxido) Tim Manford (Dante Fox) Tommy Ermolli (Khymera) Ulrich Carlsson (M.ill.ion) Vinny Burns (Dare, Ten, Asia)
Walter Caliaro (Edge Of Forever)
Die gebotene Qualität dürfte man tatsächlich als eines der besten Werke der letzten Jahre bezeichnen. Ein ausführliches Review wird folgen; mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit in der Lichtblick-Rubrik. Ein Trailer gibt einen eindrucksvollen Vorgeschmack. Allein Robin Becks Ballade ist einfach ein Traum. Weitere Infos zum Projekt gibt es auf myspace
Sonntag, 20. Juni 2010
MelodicRock Records - Jimi Jamison & Jim Peterik Release "Extra Moments"

Unglaublich. Das grandiose Portal für MelodicRock-Fans www.melodicrock.com gründet sein eigenes Label und als erster Release wird erneut eine Jimi & Jim Koproduktion herhalten. Nachdem unglaublich guten CROSSROADS MOMENT darf man als SURVIVOR-Fan also wieder sehr gespannt sein.
Die ersten Previews bekommt man hier:
DREAM HIGHER
CHISELED IN STONE
HEART OF A WOMAN
Life #9
Donnerstag, 3. Juni 2010
Killersongs #3: Pretty Maids - Hell on High Heels
Zufällig drüber gestolpert. Ein Wahnsinnssong mit grandiosem Arrangement. Der Refrain nimmt keine Gefangenen. Super Song! Warum hört man sowas nicht mehr? Einfach unglaublich.
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