Donnerstag, 6. November 2014

Lichtblick #16: Free Spirit - All Shades of Darkened Light - BEST RECORD 2014



Free Spirit sind meine Neuentdeckung 2014. Zwar ist All Shades of Darkened Light schon das zweite Album der finnischen band, aber bisher habe ich sie leider (sträflich) übersehen.

Durch reinen Zufall bin ich beim Stöbern eines Onlineshops über dieses Album gestolpert, wo ein User dieses Album im Vergleich zu  H.e.a.t.s aktuellem Streich als klar überlegen titulierte. Kurzum bestellt und eingelegt.

Ich habe jetzt einige Monate verstreichen lassen, bevor ich diese Rezension schreibe. Soviel vorab: Ich empfand die Platte als extrem stark und wollte wissen, ob diese Begeisterung rasch verfliegt oder wir doch die beste Scheibe 2014 für Melodicrocker in den Händen halten...

1.) Nights of paradise: So muss er klingen - ein Opener, der Fans im Sturm packen will. Sofort fällt die Produktion auf. Eine perfekte Symbiose aus 80er-Sound gemischt mit aktuellem kernigen und druckvollen Bass. Die Keyboards, die Drums, der Gesang und das Gitarrensolo - hier stimmt alles. Einer der besten Opener ever.

2.) Living Tattoo: Wir legen eine in Sachen Gitarren noch eine Schippe drauf - es wird noch härter. Die Background vocals sind erneut unüberhörbar genial - die Produktion ist perfekt.

3.) Hysteria: Um es mal umgangssprachlich auszurücken: Altobolenzoretzkikoletti. Was ist das denn für ein Song? Willkommen in den 80ern im besten Sinne. Ich habe dieses Jahr auf anderen Alben kaum bessere Refrains gehört. Die Jungs haben spürbar Spaß an ihrer Musik und zelebrieren 80er-Rock ohne Kompromisse. Was man da sonst in den Charts hören muss - Leute, macht Platz und geht nach Hause. Hier kommen Free Spirit!!!

4.) Ever come true: Spätestens hier wird klar - das ist das beste Songwriting einer Rock-Band in diesem Jahr. Besser geht es nicht. Strophen, prechorus und Refrain greifen perfekt ineinander und sind so stilsicher ineinander verwoben, das man auf die Knie fallen muss. Warum kennt euch keiner, Jungs? Mal ernsthaft.

5.) The Dew of the rose: Diese Gitarren. Wir sind in den 80ern. Die Steigerung in diesem Song ist unbeschreiblich. Die erste Explosion um 0:37 ist unfassbar. Perfekt!

6.) Turn on the night: Augen zu. Balladen können sie also auch. und das erfrischend kitschfrei. Die Vocals erheben sich in unerreichbare Sphären - der Klangteppich ist phänomenal. Das Solo um 3:00 - herrlich.

7.) Burning love: Ich möchte ihn als den coolsten und groovigsten Song auf diesem Silberling bezeichnen. Als hätte niemand besser verstanden, einen Song zu schreiben. Was ist das denn bitte für ein Refrain? Hemd aus und mitsingen, was das Zeug hält. Kultsong!

8.) Carry on: Ich bin dieser Scheibe erlegen. Ich habe keine Superlative mehr und kann nur noch mitsingen: Lone days, lonely nights and find the will to carry on....

9.) Fever: Ganz kurz: Hier kommt er. Der Partykracher. Mehr geht nicht. Aus, Ende. Und wäre der Song nicht schon stark genug. Um 1:50 geht die Post erst richtig ab. Perfektes Solo mit einer mustergültigen druckvollen Produktion!

10.) Silence: Dieser Song ist der perfekte Nightdrive-Song. Toll. Nach wie vor frage ich mich, wo den Jungs die Refrains eingefallen sind. Wahnsinn!

11.) Storyline: Finale. Das Album endet mit einem - wie sollte es anders sein - grandiosen Refrain.


Fazit:
Ich habe lange gezögert und gedacht, dass es wohl zu früh wäre, All Shades of Darkended Light zum besten Album 2014 zu kühren. Aber nach all den Wochen kann ich mit Bestimmtheit sagen - dieses Album wischt mit dem gesamtem Genre den Boden. Heat, Vega und wie sie alle heißen - ihr habt leider verloren. Free Spirit weisen ein Album ohne jeglichen Ausfall vor, glänzen mit den besten Refrains, die ich (jemals?) gehört habe und punkten mit einer druckvollen Produktion. Diese Scheibe gehört in jedes Regal, der etwas mit gesangslastiger Rockmusik anfangen kann. Warum das Album von den großen Seiten (Melodicrock.com) noch nicht rezensiert worden ist, erschließt sich mir einfach nicht. Das Album ist das beste Melodicrock-Album 2014 mit Abstand. Cool, groovy, brilliant und sensationell. Hier stimmt einfach alles. Gratulation Jungs!


Lichtblick #15: Vega - Stereo Messiah



2014 neigt sich dem Ende zu und mal wieder geht um die wichtigste Frage aller Fragen - was wird denn nun das beste Album 2014 im MelodicRock-Bereich?

Um ehrlich zu sein - so richtig gut war die Auswahl ja dieses Jahr nicht. Zwar feiern die einschlägig bekannten Review-Seiten Alben wie L.R.S. - Down to the core oder kühren die neue H.e.a.t. zum klaren 100% Album.
Ganz kurz: Nicht wirklich. Ersteres ist komplett abgestandener Retorten-AOR, der so klar von Journey kopiert, dass es weh tut und dazu absolut mau produziert ist und H.e.a.t.s letzter Streich "Tearing down the walls" hat zwar echt gute Stücke drauf, aber allein durch Mannequin Show verbauen sie sich den Ruf als klares 100% Album komplett.

Alles mau in 2014 für AOR/Melodicrock-Fans also?
Als ich das erste Video zu Vega`s neuem Streich Stereo Messiah sah, war ich nahezu der Ansicht, dass nun auch eine weitere meiner Lieblingsband ihr kreatives Potential an die Wand fährt. Stereo Messiah kommt nach nur einem Jahr nach What the hell heraus - kein gutes Anzeichen für das komplette Ausschöpfen kreativer Schaffenskraft. Doch immer mit der Ruhe - wie ist Stereo Messiah denn nun?

1.) Stereo Messiah: Die erste Singleauskopplung. Leider. Denn dieser Song ist es einfach nicht. Er ist auch kein Totalausfall, aber weder als Opener noch als Single funktioniert er für mich. Erste Enttäuschung, die mich missmutig stimmt.

2.) All or nothing: Oh, Stilwechsel. Die Riffs gefallen mir gut und der Refrain stimmt mich glücklich. Sind Vega doch noch da?

3.) Wherever you are: Vegas Stärke war es bisher, starke Refrains zu liefern. Die Symbiose aus Nick Workmans Stimme und den Background vocals funktioniert gut. Noch sind wir zwar nicht beim Besten, was das Album zu bieten hat, aber stilistisch bleiben sich Vega jetzt treu.

4.) Ballad of the broken hearted: Keine Ballade, die uns hier erwartet. Die Steigerung des Songs zum Refrain ist absolut gelungen und Nick Workman erklingt in Topform.

5.) Gonna need some love tonight: Dieser Anfang ist einfach perfekt, die Gitarre zum Niederknien. Hier ist er, der erste richtige Kracher auf einem Album, das sich sukzessive gesteigert hat. Es scheint, als ob dieses Album darum bemüht, stetig bessere Refrains auf denn gespannten Hörer loszulassen. 2:31 ist einfach zum Niederknien. Top-Song. Punkt!

6.) The Fall: Das Wechselspiel aus Workmans Frontgesang und den background vocals stimmt perfekt. Das Songwriting ist einfach stark.

7.) Neon heart: Immer noch keine Ballade. Sowas traut sich doch heute kaum noch eine Melodicrock-Band. Das Niveau wird gehalten - der Song überzeugt auch hier wieder im Refrain.

8.) With both hands: Dieses Intro - ich liebe es. Vega kann Bombastrefrains. Wahnsinn. Dieser Song sticht noch einmal positiv aus einem bisher hochwertigen Album positiv heraus. Diese background vocals ziehen mir die Socken aus. Ein Traum. Das Solo ab 3:04 lässt Melodicfans frohlocken. Melodicrock 2014 - du bist nicht tot!

9.) 10x bigger than love: Der zweite Track, den Frontiers vorab veröffentlichen und das wahrscheinlich, weil sie dachten, dass die Kooperation mit Joe Elliot ziehen würde. Dieser Song war ursprünglich auf der B-Seite von Def Leppards Long, long way to go single. Da hätte er auch bleiben können. Gut, er ist nicht komplett übel, aber überzeugen tut er mich nicht. Refrains können Vega einfach besser, als es der Song hier hergibt.

10.) My Anarchy: Den Titel hatte Frontiers ebenfalls als Hörprobe veröffentlicht und als ich ihn genießen durfte, wusste ich: Dieses Album musst du haben. Vega sind wieder da. Angefangen beim Intro, den Strophen und dem nächsten Bombastrefrain mit schepperndem Schlagzeug, messerscharfen Gitarren und Workmans unverkennbarer Stimme machen klar: Ein weiterer Topsong der Güte AAA. Besser klang Melodicrock 2014 nie.

11.) The wild, the weird, the wonderful: Warum habe ich ein Bonnie & Clyde - Motiv und eine Autobahn vor dem geistigen Auge? Der Song hat Tempo, macht Dampf und hat einen sensationellen Refrain. Schon wieder. Ist es der beste Song des Albums? Ich kann mich nicht entscheiden...

12.) Tears never dry: Die einzige Ballade des Albums und eine gute Möglichkeit, Stereo Messiah zu beenden. Mit 6:06 Minuten ist der Song zugleich der längste des Albums. Den gesprochenen Teil gegen 4:10 finde ich besonders gelungen. Schönes Ende eines tollen Albums.


Fazit: Ja, es ist ein Lichtblick-Album. Zwei Songs funktionieren bei mir nicht - 10x bigger than love und Stereo Messiah, wodurch es kein 10/10 Album wäre. Aber die restlichen Songs sind derart gut, dass ich trotzdem eine uneingeschränkte Empfehlung ausspreche. Für mich das zweitbeste Meldoicrock-Album 2014 ohne Zweifel. Vega haben ihren Zenit glücklicherweise noch nicht erreicht und reichen nach Kiss of life und What the hell ihr drittes extrem starkes Album nach. Weiter so! Wir Fans freuen uns, dass es doch noch Bands gibt, die sich die Seele aus dem Leib spielen können und uns so tolle Songs servieren können.
With both hands - Thank you!




Dienstag, 2. September 2014

Jimi Jamison Tribute Collection

Das ist für dich, Jimi!

RIP!

RIP Jimi Jamison: 23.8.1951 - 31.8.2014


Ein tragischer Tag für Fans - Jimi Jamison, der langjährige Leadsänger der Band Survivor, ist tot. Gestorben an einer Herzattacke, nur wenige Tage nach seinem Geburtstag in einem Alter von 63.

Es ist aber nicht nur ein trauriger Tag für die Fans, sondern ganz besonders für mich. Dieser Blog lag lange Zeit auf Eis, das stimmt. Aber ins Leben gerufen wurde er nicht nur aufgrund der Tatsache, dass meine Begeisterung für das Genre insbesondere durch Survivor entfacht wurde, sondern auch deswegen, dass Jimis Songs mir persönlich in einer recht schwierigen Lebensphase eine wichtige Stütze waren. Umso schwerer und härter trifft es mich, dass Jimi nicht mehr unter uns weilt. Gerade dabei bin ich dabei, einen Tribute Sampler zusammen zu stellen mit den besten oder für mich bedeutsamsten Songs.

In dieser Stunde der Trauer verbleibe ich mit den besten Grüßen und größtem Dank. Ruhe in Frieden, Jimi!


Thank you, Jimi. 
Thank you for your talent, your voice, your songs, but most of all: Thank you for making our lives better, richer on emotions, and happier. Thank you for your ballads that make us cry sometimes. Thank you for giving us shivers with your songs that enrich us on every single day.

God bless you. We feel helpless, sad and thoughtful. But nonetheless - we are happy about the fact, that you enrich every single live of us - your true fans!

Thank you, Jimi...and rest in piece!












Sonntag, 29. September 2013

Nach langer Abstinenz - Wieder da und vier neue Krachersongs mit an Bord!

Das Internet war nicht gerade mein Freund in diesem Jahr. Erst vor kurzem bin ich wieder unter die Online-Jünger getreten. Gerade viel ist trotzdem nicht passiert. Doch gegen Ende des Jahres sind vor allem für AOR-Fans wieder drei vielversprechende Silberlinge erschienen, die ich genauer unter die Lupe nehmen werde. Vier Songs werden es dabei sicher wieder in den Adventskalender schaffen.

Fergie Frederiksen - When the battle is over und Time will change

Der von Krebs geplagte ehemalige TOTO- und LeRoux-Frontmann Fergie Frederiksen hat sich dieses Jahr mit einem grandiosen Album für AOR-Fans zurückgemeldet. Any given moment hat dabei mit When the battle is over und Time will change nicht nur zwei absolute AOR-Granaten zu bieten, sondern dürfte Fergies bestes Solowerk bisher darstellen. Kleine Kostprobe?

Übrigens: Unter http://www.gofundme.com/3ydgpo können Freunde und Fans Fergie unter die Arme greifen. Wir drücken ihm alle Daumen.






Robin Beck - Wrecking Ball

Das Goldkehlchen aus der Colawerbung der 80er meldet sich mit Underneath auch 2013 wieder zurück. Der Opener Wrecking Ball ist nicht nur einer der besten Rock-Songs 2013, sondern womöglich sogar Robin Becks bester Song, den sie je aufgenommen hat. Der Refrain zieht zumindest mir komplett die Socken aus.




Arc Angel - Harlequins of light

Zu guter Letzt haben sich auch Arc Angel (Jeff Cannata) nach langer Abstinenz mit einem neuen Album blicken lassen. Der gleichnamige Titelsong lässt dabei erahnen, dass hier den Fan anspruchsvolle und frische AOR-Musik erwartet, wie sich 2013 klingen darf.




Kurzum: Drei Scheiben, die sich Fans schleunigst kaufen sollten!

Montag, 18. März 2013

Lichtblick #14: VEGA - What the hell!



Fans des Genres kümmert es eigentlich nicht wirklich - aber geht man mal objektiv an die Sache heran, muss man unweigerlich konstatieren, dass im Melodicrock- bzw. AOR-Sektor viele Veröffentlichungen sich so sehr an den 80ern orientieren, dass sie altbacken und abgestanden klingen.

Wie gesagt- Fans kümmert es nicht. Gerade das suchen sie. Aber genau das ist der Grund, warum Bands wie Wild Rose (bei allem Respekt) in der breiten Masse keinen Erfolg haben können. Aber wollen vielleicht wollen sie das auch gar nicht...

Die britische Band VEGA geht anders zu Werke - mit frischem Sound versuchen sie, klassischen MelodicRock zeitlich aktuell zu servieren. 2009 gegründet veröffentlichten Nick Workman, Dan Chantrey, Tom und James Martin 2010 ihr Debüt Kiss of life, das sprichwörtlich in letzter Sekunde noch einmal für Begeisterungsstürme sorgen konnte. VEGA stehen mit ihrem eigenen Stil für sich und grenzen sich angenehm von anderen Bands ab. Da Kiss of life durch sensationelle Titel wie nicht zuletzt Into the wild, Kiss of life und One of a kind bestach, waren die Erwartungen demzufolge für ihre zweite Scheibe What the hell! - zumindest meinerseits - gewaltig. Würde die Band einen Stilwechsel versuchen? Können Sie die Songwritingqualitäten halten oder sogar noch steigern?

Auffällig ist zuallererst, dass What the hell! mit 14 Titeln sehr vollgepackt ist. Desweiteren fällt auf, dass der zweite Silberling nicht mehr bei Frontiers Records erscheint, sondern bei Spinefarm Records. Warum das erwähnenswert ist? So sehr ich auch das Engagement von Frontiers schätze, sind manche Produktion (die letzte Jamison klingt super!) stellenweise so schwach abgemischt, dass das Hörvergnügen auf der Strecke bleibt.

Kommen wir aber zum entscheidenden - den Songs selbst...

White-Knuckle Ride wurde im Vorfeld als Single veröffentlicht. Ein guter Opener, der die Vorfreude weiter schürt. Hey-hey-hey...auch fällt sofort auf, dass die Drums wuchtiger aus den Boxen dröhnen.

What the hell! knüpft nahtlos an den Opener an. Extrem cooler Track, den die Band selbst als Aushängeschild beschreibt, stilistisch ihren eigenen Kurs zu fahren. Der prechorus lässt den Hörer zum ersten Mal auf die Knie fallen. Erneut ein Hoch auf die Produktion - What the hell! klingt tatsächlich noch besser als Kiss of life.

Not there for you stellt den Brückenschlag zu Kiss of life dar - hier spielen VEGA und vor allem Nick Workman ihre Stärke voll aus - der Refrain ist ein echter Kracher. Auch der Text nimmt gekonnt die Powerballaden der 80er auf die Schippe - I just wanna live now, won`t die for you tonight...grandioser Song!

Cry...du meine Güte. Die vorherigen Songs waren ja schon super, aber diese Nummer schlägt alles bisher Gehörte von VEGA. Charmante Strophen und ein explodierender Refrain, in dem Nick zeigt, was für ein grandioser Sänger er ist. Die Band sollte zügig diesen Titel als Single auskoppeln. Cry ist nicht nur der beste Song auf What the hell!, sondern einer der sympatischsten und charmantesten (trotz des Themas des Songs) Rocknummern der letzten Jahre. Cry wischt mit den aktuellen Charts problemlos den Boden. Song of the year 2013!

Raise ya game: Es konnte nicht auf diesem Niveau weitergehen. Aber leider ist hier nicht nur ein Rückschritt zu verzeichnen - Raise ya game funktioniert nur für mich leider gar nicht. SKIP!

Fade into the flames schlägt sehr ruhige Töne an. Das Niveau der ersten Songs kann auch er nicht halten - trotzdem weiß die Stimmung zu gefallen.

Bei You can`t run zieht das Album wieder an. Cooler prechorus und ein gelungener Refrain.

Bless your soul gefällt mir ebenfalls ausgesprochen gut. Schade nur, dass sie aus dem Schluss nicht mehr machen.

She walks alone dürfte ebenfalls als Anwärter für den Song des Jahres 2013 keine großen Probleme haben. Der Refrain ist mal wieder VEGA at their best. Nick stellt erneut eindrucksvoll unter Beweis, dass er genug Wucht in die Stimme legen kann, um auch gegen die fantastischen background vocals zu bestehen. Auch die Produktion lässt es ordentlich krachen. Top Song!

Turn it on ist typisch VEGA. Knackig und gut, wenn auch nicht so überstrahlend genial wie Cry oder She walks alone.

Saviour ist perfekt für das Cabrio und spätsommerliche Autofahrten, um uns mal wieder den genretypischen Gehirnspinsten zu widmen. Saviour ist ein weiteres Highlight eines an Höhepunkten ohnehin nicht mangelnden Albums. Wenn die hämmernden Drums gegen Ende kräftig die Anlage zum Beben bringen, lacht das Rockerherz.

Noch einmal wird das Tempo herausgenommen. It`s gonna be alright ist schlichtweg eines angenehmes Hörvergnügen. Man achte mal auf die spärlich eingesetzten backroudn vocals in den Strophen. Zum Niederknien!

Hand in the air setzt den Schlusspunkt. Ein letztes Mal will es die Band es wissen und scheucht in diesem Finale knarrige Riffs und einen fantastischen Refrain in Richtung Zuschauer. Ab Minute 3:00 stapeln sich schließlich der grandiose Gesang, die heulenden Gitarren und das wummernde Schlagzeug übereinander, dass es eine Freude ist. Ein wahrlich toller Abschluss!

Fazit:
Das zweite Album von VEGA hat es bei mir sicher nicht so leicht gehabt. Meine Erwartungshaltung war gewaltig, ist doch Kiss of life schon jetzt für mich ein moderner Klassiker, der in jede Sammlung gehört. What the hell! ist einerseits kein perfektes Album - dafür hat es mit Raise ya game für mich einen Totalausfall an Bord und nach der grandiosen ersten Hälfte ist der Mittelteil ein wenig schwach geraten, bis es Richtung Ende konsequent genial wird. Aber das wohlgemerkt ist Meckern auf hohem Niveau, ja sogar auf sehr hohem Niveau. Die Produktion ist super, das Album ordentlich lang, so dass man auch Ausfälle anders bewerten darf, als wenn es ohnehin nur 9 Nummern auf einer CD gibt. Mit Not there for you, Cry, She walks alone, Saviour und Hands in the air sind allein fünf Titel auf dem Album vertreten, die in jeder Hinsicht atemberaubend sind und zum Besten gehören, was das Genre in den letzten Jahren zu bieten hatte. Die restlichen Songs sind gut bis sehr gut, so dass das Urteil nur lauten kann: Kaufen! VEGA-Fans müssen ohnehin zugreifen, da What the hell! meiner Ansicht nach noch stärker geraten ist als Kiss of life. Der zweite Silberling klingt frisch, belebend und überzeugt durch gutes bis überragendes Songwriting. So soll ein Melodicrock-Album 2013 klingen. Dagegen - und dafür mögen mich manche hart abstrafen - klingt die neue Scheibe von W.E.T. viel zu traditionell, verhalten und angestaubt, was angesichts der dort dennoch gebotenen Qualität mehr Jubelgesang auf What the hell! gar nicht darstellen kann.

Die Jungs von VEGA haben sich mit einem erstklassigen Album zurückgemeldet ohne sich selbst zu kopieren. Unbedingt kaufen! Ich ziehe derweil mein Hemd wieder an und höre von vorn...was für ein Genuss!



Samstag, 16. Februar 2013

Noch eine Woche - Ein Kracher jagt den Nächsten - WET, Covered Call, Wild Rose, VEGA

Das Jahr ist noch keine zwei Monate alt, da startet es auch schon musikalisch ordentlich durch. Gerade erst erschien der neueste Streich von Last Autumn's Dream, da ebbt der Schwung an potentiellen Kracheralben auch nicht ab.

Ab nächstem Wochenende erscheinen mit WET - Rise Up, Wild Rose - Dangerous, Covered Call - Impact und mit kleiner Verspätung am 11. März der neueste Streich von VEGA namens What the hell vier Alben, die ich weit oben auf der Liste der Hitalben 2013 sehe.

Um die Wartezeit ein wenig zu überbrücken, hier einige Sampler und Kostproben. Viel Spaß!









Wird ein teures Jahr, wenn das so weiter geht. Aber solange es so gut klingt, soll es Rockfans nicht kümmern.