Donnerstag, 13. Januar 2011

Killersongs #7: King Kobra - Tough Guys

Die beiden King Kobra Alben "Ready to strike" und "Thrill of a lifetime", die Mark (Marcie) Free mit seinem Ausnahmegesang verdelt, sind wahre Genrekracher.

Hier eine Kostprobe aus "Ready to Strike" namens "Tough Guys". Was ein Refrain...

Dienstag, 11. Januar 2011

Killersongs #6: Jimmy Barnes - No Second Prize

Vom besten (oder doch zweitbesten?) Album "For The Working Class Man" aus dem Jahre 1985.

Geht es nur mir so oder steckt in den Songs von damals mehr Seele als heute?


Killersongs #5: The V.U. - Keys to the city

Frontiers Records veröffentlichte 2000 die schon 1985 aufgenommene Platte von The V.U. namens Pheonix Rising.

Kevin Chalfant (The Storm, Two Fires) treibt Fans die Tränen in die Augen...


Samstag, 1. Januar 2011

Lichtblick #10: Steve Perry´s Abschied von Journey - Balladen für die Ewigkeit - "Trial by fire"



Journey, AOR-Liebhabern der Inbegriff für traumhafte Bombastballaden oder Rockhymnen der Superlative, sind derzeit mit ihrem jetzigen Frontmann Arnel Pineda nach wie vor im Geschäft - und zählen nach wie vor zu den Größen und Urgesteinen der AOR-Szene . Um Steve "The Voice" Perry ist es derweil sehr ruhig geworden - er habe sich zur Ruhe gesetzt.

Journey-Fans dürfte es mächtig im Herzen geschmerzt haben, dass es nach der gefeierten Wiedervereinigung zu dem neuen Album "Trial by fire" 1996 keine Tour gibt - Perry zog sich eine Verletzung zu, der ihn an einer Teilnahme hinderte. Die Band entschied sich letztlich dafür, ohne Perry weiterzumachen und wechselte einige Sänger durch, bis sie nach Steve Augeri, Jeff Scott Soto eben Arnel Pineda zu ihrem Frontmann auserwählen, der sich bis dato wacker schlägt.

Eingeschworene Journey-Fans halten jedoch ihrem damaligen Idol die Treue. Und auch, wenn "Trial by fire" zeitlich bedingt damals der große Erfolg verwehrt blieb - die Zeit des AORs war vorbei, die Tour kam erst schleppend und dann ohne Perry in Fahrt - so serviert sie Fans des Genres großes Gefühlskino mit toller Instrumentalisierung. Ich würde so weit gehen, dass es von den zahlreichen und grandiosen Journey-Alben das wohl am besten Produzierte ist. Balladen konnten Journey schon immer (Faithfully, Open arms), aber was "Trial by fire" zu bieten hat, ist atemberaubend. Ein feierlicher Abgesang auf das Genre und ein durch und durch melancholisch anmutender letzter großer Auftritt von Steve Perry.

Message of love: Ein toller Opener. Der Song hat es noch auf die Essentials-Platte geschafft. An den Leadgitarren, die die Lyrics einläuten, kann man sich nicht satthören. Der Refrain ist dabei Journey-typisch gespickt mit sich überladenden Background-Vocals. Die Explosion in der Mitte mit dominanten Gitarrenriffs lässt AOR- und speziell Journey-Fans in Extase kochen.

One More: Interessanter Stil. Nicht ganz das, was ich auf einer Journey-Platte suche. Gefällt.

When you love a woman: Durch und durch Journey. Steve Perry zeigt eindrucksvoll, warum er "The Voice" ist. Er versteht es, bei aller Theatralik der Kitschigkeit den Riegel vorzuschieben. Journey bekamen für diesen Song ihren ersten Grammy. Tolles Orchester, toller Song und ganz große Gefühle. Minute 2:40 ist der Wahnsinn. Hier besticht die Produktion durch Wucht und klaren Sound. Zugleich war diese Nummer eine recht erfolgreiche Singleauskopplung des Albums.

If he should break your heart: Ebenfalls im Midtempo angesiedelt und damit immer noch schneller als die meisten anderen Songs auf "Trial by fire". Gitarren, die in der Ewigkeit verhallen und ein über dem Klangteppich schwebender Steve Perry - toll.

Forever in blue: Die Instrumentalisierung dieses Albums hat es mir einfach angetan. Sehnsüchtig schwelgende Syntheziser-Klänge im Hintergrund, die sich mit wohligem Schauer im Refrain entladen. Klang Perry jemals besser? Der Song ist einer der besten von Journey. Und das ist sicherlich mehr als genug Lob.

Castles Burning: Der letzte große Rocker auf dem Album. Journey expermentieren erneut mit neuen Stilelementen - mehr als gelungen.

Don´t be down on my baby: Perry beherrscht dieses Album - die Symbiose aus Streichern, Perrys fulminanter Gesangsleistung und den Schon´s wohligen Einlagen an der Klampfe. Superlative hin oder her: Einfach grandios!

Still she cries: Die Produktion des Albums ist von einem anderen Stern. Einserseits vermittelt sie das Gefühl von Distanz, da Musik heute so einfach nicht mehr klingt und andererseits nimmt sie das Herz gefangen, da sie als symbolische und liebkosende Umarmung aller Genreliebhaber zu deuten ist und damit tief vertraut klingt. Melancholische Träumereien werden hier Tür und Tor geöffnet.

Colors of the spirit: Die Lyrics könnten etwas anbiedernd empfunden werden. Nichtsdestotrotz besticht der Song erneut durch seinen Refrain und die fabellose Produktion.

When I think you: Ein Stück zum Schmachten, zum Trauern, zum Kuscheln und zum Träumen. Erneut sorgt die orchestrale Untermalung für wohlige Gänsehaut. Ebenfalls einer meiner Favouriten des Albums.

Easy to fall: Es bleibt balladesk. Zugleich ist das auch der einzige Kritikpunkt, den ich verstehen kann - "Trial by fire" ist gespickt mit Balladen und hymnenschwangere Rocker alá "Don´t stop believin´" gibt es zu wenige. Aber was soll´s, wenn die gebotene Qualität derart bestechend ist, wie diese Nummer, die erneut vor Streichern strotz und mit einem chorgespickten Refrain eine emotionale Explosion lostritt.

Can´t Tame the Lion: Für mich der einzige Song, den ich nicht aufgrund des eher schwachen Refrains nicht ganz so gut finde. Ein wahrer Ausfall ist es nicht, aber das Album hat ansonsten einfach höherwertiges Material zu bieten.

It´s just the rain: Erneut ein Ausflug in melancholische Tagträumerei. Einfach schön.

Trial by fire: Man kann die Produktion und ihre Wirkung nicht adäquat beschreiben. Perry´s Stimme verhallt immer wieder und erzeugt dabei einen unglaublichen intensiven Klangteppich. Ein Titel für einsame Stunden.

Baby I am leaving you: Was diese Raggae-Nummer auf dem Album soll, weiß ich persönlich nicht. Sie wirkt wie ein Fremdkörper - und auch, dass sie auf der "Essential Journey" gelandet ist, bleibt mir ein Rätsel.

I can see it in your eyes: Tolle Rocknummer. Jedoch merkt man der Produktion hier an, dass es sich hierbei um Bonusmaterial handelt. Aber auch bzgl. Songqualität kommt dieser Titel einfach nicht an die anderen Stücke heran.

Fazit: Perry´s letzter großer Auftritt bei Journey ist ein Balladenfeuerwerk sondergleichen. Lediglich die Songs "One more", "Baby I am leaving you" und "I can see it in your eyes" fallen etwas ab. Der Rest ist einsame Spitze. Und so ist es schade, dass dieses Album niemals den Ruhm erntete, den es verdient hat. Wenn Journey eine Balladen-Best Of veröffentlichen würde, dann müsste sie "Trial by fire" heißen. Die Instrumentalisierung samt Orchester und der facettenreichen Produktion setzen dem Songwriting die Krone auf. Das Resultat ist ein Album für die Ewigkeit - für einsame Stunden - eine musikgewordene Streicheleinheit für die Seele und ein atemberaubendes Hörerlebnis. Selten hat das AOR-Genre bessere Balladen hervorgebracht und klanglich gibt es kaum Scheiben, die "Trial by fire" den Rang ablaufen könnte. Auch neben Platten wie "Escape" kann "Trial by fire" locker bestehen. Es ist ein aufwendiges, ein melacholisch Album - und ein traumhaft Schönes noch dazu.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Killersongs #4: Jimmy Barnes - Driving wheels

Ein absoluter Kracher - vom 87er Album Freight Train Heart. Die Trucker-Hymne schlechthin!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Lichtblick #9: Terry Brock - Diamond Blue


Man kann es manchen Leuten nicht verübeln - es gibt auf dem MelodicRock-Sektor einfach viele Werke, die generisch wirken, Herzblut vermissen lassen und wo einfach das Besondere fehlt - der Funke springt nicht über; die Melodien sind zu vorhersehbar, die Produktion zu flach und die Seele fehlt, die eine überwältigende Gänsehaut erzeugt und ein Album einzigartig macht.

Aber, und das ist die gute Nachricht für alle Freunde des Genres, es gibt sie immer wieder. Die Alben, die wie aus einem Guss daherkommen und in Sachen Qualität eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass MelodicRock nicht tot ist. Vorhang auf Terry Brock - Diamond Blue, eines der stärksten Alben des Jahres 2010 - soviel ist sicher.

Terry Brock dürfte Kennern als Frontsänger der damals erfolgreichen Band Strangeways ein Begriff sein, die heuer ein eher durchwachsenes Revival-Album hervorgebracht haben. Brock hat 2006 zusammen mit Gitarrist Mike Slamer (Streets) das wahrhaft als Meisterwerk zu bezeichnende Ausnahmealbum NOWHERE LAND hervorgebracht. Und DIAMOND BLUE schickt sich an, die großen Fußstapfen perfekt auszufüllen.

Terry Brock zeichnet sich dabei für die Vocals verantworlich, während Slamer neben Gitarren und Keyboard die gesamte Produktion zu verantworten hat. Die Zusammenarbeit mündet dabei in einem druckvollen AOR-MelodicRock Blockbuster, der derart viele grandiose Songs zu bieten hat, wie manche Bands in ihrer gesamten Karriere nicht hervorbringen können. Dabei schlagen Slamer und Brock eher die klassische Note an - zum Glück!

Diamond Blue: Ich habe schon öfters geschrieben, dass viele der Lichtblick-Alben mit einem grandiosen Opener beginnen. Platz Nr.1 für den besten Opener bis dato geht defintiv an Diamond Blue. Hier wird man nicht zaghaft an die Hand genommen - sondern mit Anlauf ins Album geworfen. Dominante Gitarreriffs, die allerdings nicht ganz hart wie auf NOWHERE LAND dazwischen schrammeln, erzeugen eben jene Vielschichtigkeit der Songs, dass sie nicht vorhersehbar sind. Der gemäßgite AOR-Fan wird kurz vor den Kopf gestoßen, weil es eben doch nicht ganz so sanft dahergeht. Der prechorus leitet daraufhin einen der groovigsten und besten Refrains des Jahres (der letzten Jahre?) ein. Nach 1:12 ist es dann soweit. Die gedoppelten Vocals gehen eine perfekte Symbiose ein und entfesseln ein Refrain-Feuerwerk, der alle MelodicRock-Fans begeistern wird - für Stunden, Wochen, Monate. So neugierig man auch auf die nächsten Songs ist - einmal ist die Repeat-Taste auf jeden Fall Pflicht.

It´s you: Hier kommen die Strophen eher generisch daher und lassen nicht vermuten, was der Refrain dieses Mal für eine Überraschung bereithält. Die druckvollen Gitarren untermauern den nächste Mitsing-Granate.

Jessi´s Gone: Ein weiterer Anwärter für den Song des Jahres 2010. Diesen Titel wird man immer und immer wieder hören wollen. Prechorus und chorus sind dabei so stark, dass sie beide den Eindruck erwecken, als hätten wir es gleich mit zwei Refrains zu tun. Ganz großes MelodickRock-Kino.

Nice Guy: Dieser Song trifft einzig nicht meinen Geschmack. Kein sich entfesselnder Refrain und zu hart. Für mein Empfinden hätte der Song nicht auf dieses Album gehört.

Rain: Kein MelodicRock - Album ohne Ballade. Tatsächlich wird es nun hier sehr melancholisch und das Tempo gewaltig gedrosselt. Parallelen zu NOWHERE LAND und auch den SEVENTH KEY sind nicht von der Hand zu weisen. Es ist diese besondere Ruhe vor der Sturm, die die Produktionen um Mike Slamer zu besonderen Meisterwerken machen. Balladen müssen nicht kitschig sein, was Rain eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Broken: Wir multiplizieren den anfänglichen Härtegrad mit 100, drosseln dann das Tempo, rühren ein perfektes Zusammenspiel zwischen in die Ewigkeit zu tönende Gitarren dazu, während Terry Brock die Zügel der Dramatik fest in seinen Händen hält. Wieder ein typischer NOWHERE LAND - Song. Der Refrain bläst dabei mit voller Wucht aus der Anlage und schreit danach, die Faust in die Luft zu strecken und laut mitzugrölen.

Face in the crowd: Seventh Key lassen grüßen. Perfektes Zusammenspiel zwischen Produktion und Vocals. Kein Partysong, aber einfach gut.

Why: Langsam fragt man sich, von welcher geheimen Quellen sich Brock, Slamer und Burkhardt (in diesem Falle) haben sich betören lassen. Diese Refrains sind schlichtweg der blanke Wahnsinn. Mir gehen die Superlative aus...

Too Young: Wieder eine perfekte Mischung aus HardRock-Anleihen und einem "typischen" (im positiven Sinne) explosiven MelodicRock-chorus. Jedes Mal wird man aufs Neue überrascht. Grandios!

Soldier Falls: Überragender, harmonieschwangeres Balladesk-Meisterwerk. Auch hier werden Seventh Key-Fans frohlocken. Diese Refrains, diese Refrains...ohne Gänsehaut geht hier keiner vom Platz.

Face in the night: Ein perfekter Abschluss eines Ausnahmealbums. Begleitet von einer Akustikgitarre wird der Hörer von gedoppelten Harmonien verwöhnt. Die klassiche Orientierung wird hier noch einmal besonders deutlich. Und wieder stellen Brock & Slamer unter Beweis, das eine Ballade wunderschön sein kann, ohne auch nur in Ansätzen schmalzig oder gar peinlich sentimental zu wirken.


FAZIT: 2010 war sicherlich schon nicht das schlechteste Jahr für MelodicRock-Fans. Aber was hier Frontiers Records auf die Fangemeinde loslässt, ist nicht nur das womöglich klar beste Album des Jahres, sondern auch ein Meisterwerk für die Ewigkeit. Seventh Key- und SLAMER - Fans müssen hier zugreifen und werden es sicher längst getan haben. Darüber hinaus spricht aber diese Produktion wohl jeden AOR-MelodicRock-Fan an. Ob man Journey vergöttert, immer noch auf Survivor schwört, beinharter FORTUNE-Verfechter ist, Treat als einzig wahre Rockgötter ansieht, Mark Free und Signal auf einem seperaten Kerzenschein-Altar plaziert hat - Terry Brock - Diamond Blue ist in jeder Hinsicht ein überragendes Album. Die Produktion ist druckvoll, die Refrains von einem anderen Stern und die Songs von derart kompackter Qualität, wie man sie ganz selten findet. Ohne wenn und aber gehört diese Scheibe in jede Sammlung. Glattpolierte Songs gibt es hier nicht - immer wieder gibt es Ecken und Kanten, an die man sich vielleicht auch mal gewöhnen muss. Und so trotz man jedem Song bei erneutem sehnsüchtigen Druck auf die Repeat-Taste neue Details ab, die die Seele streicheln und das MelodicRock-Herz beflügeln. Auch, wenn es mir schwerfällt, mich endgültig festzulegen, ist DIAMOND BLUE das beste Album der AOR/MelodicRock Szene 2010. Der blanke Wahnsinn! Kaufen!!!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Unruly Child - Worlds collide

Die Powerstimme des AOR, Marcie (Mark) Free kehrt zurück mit der Band Unruly Child. Ob sie an die Klassse ihrer Debuttage anknüpfen können, kann vielleicht die erste Songauskopplung klären:



Das Album erscheint am 15.10.